Mir ist kein 85er bekannt, dass eine bessere Bildqualität liefert, bei vergleichbarem Gewicht und gleicher Anfangsöffnung. Ich hab' es mir eigentlich gekauft, weil ich immer öfter gebeten wurde, auf Feierlichkeiten zu fotografieren. Und für People-Fotografie braucht 'man' doch ein 85er, ließt man doch immer wieder. Ich nutze 'das Ding' inzwischen super gerne in vielen anderen Situationen. Es harmoniert mit der S1R super und aufgrund von Größe & Gewicht lasse ich es auch selten Zuhause. Ich nutze es auch gerne in der Landschaftsfotografie, weil ich Szene mit offener Blende schön / gut finde. Ich hasse den Spruch meiner Frau: "Da ist doch nichts scharf drauf."
'Das Ding' bildet auch bei offener Blende bis zum Rand scharf ab, hat ein tolles Bokeh und ist mit der S1R auch ausreichend schnell im Autofokus.
Zunächst einmal ist wohl das 'Pro' im Namen hier zuviel. Es gibt lediglich vom 50 mm Objektiv eine 'normale' und eine 'Pro' Version. Allerdings ist die Leistung dieses Objektives durchaus 'Pro'. Der nahe Telebereich ist, neben den 35 mm, mein bevorzugter Brennweitenbereich und demzufolge habe ich auch andere Objektive für diesen Bereich. Ich nutze schon seit sehr vielen Jahren das Zeiss Contax Planar 85 mm f1,4, analog und digital. Dennoch habe ich mir das Lumix S 85 mm geleistet, weil es deutlich leichter ist und ich die Option des Autofokus habe, für alles was schnell unterwegs ist, also präpubertäre Kinder und Tiere. Es hat mich weder im Nahbereich noch im Fernbereich enttäuscht. Auch der Verlauf der Unschärfe im Nahbereich ist sehr schön.
Eigentlich gehört in jedes Objektivportflio ein "richtiges Porträt"Monster". Bisher nutzte ich für diese Zwecke das 70-200mm f4. Ein wirklich hervorragendes "Allrounderobjektiv". Den kräftigen Aufpreis für die f2,8-Variante wollte ich hingegen nie ausgeben, zumal es, ausser bei der Porträtfotografie, für mich keinen Mehrwert bringt, dabei nochmal kräftig an Gewicht zu legt.
Und eigentlich war ich mit dieser Lösung ganz zufrieden. Es fehlte natürlich "reichlich" Bokeh. Das wiedrum ist bei der Seltenheit wie ich es nutze o.k. Ich bin mehr der Wildlife- und Landschaftsfotograf. Deshalb kam das 70-200mm, aus Platz und Gewichtsgründen) selten ins Reisegepäckt, gab ich einem 150-600mm oder meinem 70-300mm den Vorzug.
Mit dem Neuzugang des 85mm f1,8 wird sich das ändern. Klein, leicht und überzeugend scharf im Zentrum, kann es mich überall hin begleiten, muss ich weder abwägen noch "umbauen".
Denn das 70-200 + dem 2.0 Converter (ab 2024 auch für die f4-Variante!) ist nun mein Wildlife-Arbeitspferd, insbesondere beim Filmen (140-400mm durchgängig mit Blende 8).
Das Objektiv hat meiner Meinung nach eine sehr gute Abbildungsleistung, ein tolles Bokeh und einen schnellen Autofokus. Ich nutze diese Brennweite in sehr vielen Situationen, sei es in der Natur oder auch bei der Street- oder Peoplefotografie - es macht einfach Spaß, damit seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.
Das Lumix S Pro 85mm f/1.8 ist ein echtes Arbeitstier für Porträt- und Detailaufnahmen. Es bietet eine wunderschöne Hintergrundunschärfe, ist scharf schon bei Offenblende und liefert authentische Hauttöne. Dank seiner kompakten Größe und dem geringen Gewicht bleibt es angenehm in der Hand und lässt sich problemlos lange nutzen. Selbst Tirérfotografie ist mit diesem tollen Objektiv möglich.
Ein klassisches Portrait-Objektiv mit einer sehr guten Abbildungsleistung. Der einzige Punkt, der mich etwas stört, ist die doch relativ schlechte Naheinstellgrenze von ca. 80 cm, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.